Auf
Einladung des SPD Ortsvereins trafen sich am Samstag, dem 4.
September, zahlreiche Lohfelder Bürgerinnen und Bürger bei
herrlichem Sonnenschein zur 4. Etappe der "Lohfelder
Schnatgänge" Der
Ortsvereinsvorsitzende Rolf Breuker begrüßte die
Wandergruppe und
überbrachte die besten Wünsche des Bürgermeisters
Stephan Böhme
und des Landrates Dr. Ralf Niermann. Beide
hätten an diesem vierten Abschnitt des Schnatganges gerne
teilgenommen, leider wurde dies durch andere Termine verhindert. Die
Stadt Porta Westfalica vertrat dabei das Ratsmitglied Michael Kliver
Die
Wandergruppe beim Start
Vom
Feuerwehrgerätehaus wanderte die Gruppe in Richtung Eisberger
Straße. Nach einigen hundert Metern trockener Straße ging
es dann
in teilweise unwegsames, durch die starken Regenfälle der letzten
Tage stark aufgeweichtes Wiesengelände. Weiter durch dichtes
Unterholz und über kleine Bachläufe arbeitete sich die Gruppe
in
ein kleines Waldstück vor.
Dort
warteten auf die Wanderer Getränke und Snacks. So gestärkt
ging es
weiter in Richtung Veltheimer Straße.
Dr.
Gerhard Franke, als Ortsheimatpfleger, informierte über die
Landschaft: „Dort, wo wir jetzt das Maisfeld vor uns sehen, floss
nach der letzten Eiszeit die Weser. Der Fluss lagerte in diesem
Gebiet Sand und Kies ab.“
Bis
zum Reiterhof „Großer Weserbogen“ boten sich den Wanderern immer
wieder herrliche Ausblicke auf die Lohfelder Landschaft. Selbst
„Ureinwohner“ entdecken immer wieder Neues. So stellte Werner
Hummrich fest: „Hier war ich noch nie.“
Einen
gemütlichen Abschluss fand die Wanderung auf dem Reiterhof
„Großer
Weserbogen“.
Bei
Würstchen und Getränke wurden die Erlebnisse des schönes
Tages
besprochen.
Und
alle Beteiligten freuen sich bereits auf die fünfte und letzte
Etappe entlang der Lohfelder Grenzen im Spätsommer 2011.
..
Porta
Westfalica der 19.02.2010
Zur
Jahreshauptversammlung der
Lohfelder SPD konnte der Vorsitzende Rolf Breuker zahlreiche
Mitglieder und Freunde der Sozialdemokratie begrüßen. Als
Ehrengast
stellte Breuker die Landtagsabgeordnete Inge Howe vor. „Ich freue
mich sehr, dass Inge Howe heute zu uns gekommen ist, um uns aus dem
Landtag zu berichten und die Ehrung unseres Jubilars vorzunehmen.“
Vor dem
traditionellen Grünkohlessen
sind die Vorstands- und Delegiertenwahlen zu bewältigen. In seinem
Tätigkeitsbericht geht Breuker auf die Aktivitäten des
letzten
Jahres ein. Meckertisch und Schnatgang sind feste Termine im
Jahreslauf. „Der Geh- und Radweg an der Eisberger Straße hat
viele
Jahre auf sich warten lassen, aber der Kampf hat sich gelohnt; Mitte
Januar konnten wir mit den Lohfelder Bürgerinnen und Bürgern
dies
feiern.“ so Breuker. Der Internetauftritt verzeichnet monatlich
ungefähr 1.000 Zugriffe. „Für den gelungenen Internetauftritt
danke ich unserem Internetbeauftragten Bernd Fiedler ganz herzlich.“
Zum Abschluss des Berichtes verweist Breuker darauf, dass die SPD in
der Lohfelder Bürgerschaft fest verwurzelt ist.
Dem alten
Vorstand wird Entlastung
erteilt und Wiedergewählt. Vorsitzender ist Rolf Breuker,
stellvertretende Vorsitzende sind Birgit Härtel und Michael
Kliver.
Schriftführer ist Werner Rippke und Kassierer ist Uwe
Feldkötter.
Breuker bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen und freut
sich
auf die weitere gute Zusammenarbeit.
Inge Howe
verwies in Ihrem Bericht u.a.
darauf, dass die jetzige Landesregierung nicht mehr sondern weniger
Lehrer und Lehrerinnen beschäftigen würde. Inge Howe: „Wir
werden
diese ändern, wir werden uns um einen verlässlichen
Ganztagsunterricht kümmern und uns für eine Stabilisierung
der
Kommunalfinanzen einsetzen. Dies werden wir nicht sofort am Tag nach
der Wahl realisieren können, aber wir fangen damit sofort an.“
Für
50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD
wurde Werner Hummrich durch Inge Howe und Ratsmitglied Michael Kliver
geehrt. Auf die Frage, was Werner Hummrich heute in der Politik
vermissen würde, sagte dieser: „Persönlichkeiten wie Herbert
Wehner und Willy Brandt.“ Inge Howe dankte Werner Hummrich für
sein Engagement über fünf Jahrzehnte und wünscht:
„Lieber
Werner, bleibe uns noch viele, viele Jahre bei bester Gesundheit
erhalten.“
Lohfelder
weihen "Lustiger Timpen" ein / Kulturausschuss ergreift die
Initiative
Porta
Westfalica-Lohfeld (Ly). Das waren noch Zeiten - vor allem für
Ziegen: Die Böcke
kamen viel rum
und hatten Verabredungen am laufenden Band. Mit diesen wechselnden
Bekanntschaften kam es
stets zum Äußersten.
Von
Stefan Lyrath
(Foto:
Stefan Lyrath)
Zu
Tisch: Nach dem Aufstellen stoßen die Lohfelder mit
Steinmetzmeister
Holger
Schnier (Fünfter von links) auf ihren Treffpunkt „Lustiger Timpen“
an.
Manchmal
war es aber auch zu viel des Guten, der reinste Stress. Was
Ziegenböcke zusätzlich unter Druck setzte, war die
Anwesenheit von
Publikum, denn häufig fand der Akt nicht etwa in der
Abgeschiedenheit des Stalles statt, sondern an öffentlichen Orten.
Bis in die 1950er-Jahre ging das so.
Einer
jener
Deckplätze,
der "Lustige Timpen" an der Ecke Nammer Weg/Südhang in
Lohfeld, kommt jetzt zu neuen Ehren. Der Lohfelder Kulturausschuss,
in dem die örtlichen Vereine zusammengeschlossen sind, hat den
früheren Treffpunkt auf Vordermann gebracht, damit wieder ein
Treffpunkt daraus wird. Am Wochenende war Einweihungsfeier.
Die
SPD hatte das Fundament für einen von Steinmetzmeister Holger
Schnier (Lerbeck) gespendeten Tisch aus Naturstein gelegt, in den
natürlich das Antlitz eines Ziegenbockes eingraviert ist.
(Foto: A.Kliver )
Gemeinsam
wurde dann die Tischplatte aufgelegt.
Zwei
Bänke standen bereits.
Beide wirken mittlerweile wieder einladend, entkrautet wird der Platz
ebenfalls. Zurück geht die Initiative auf den Ratsherrn Michael
Kliver, entstanden war die Idee beim ersten Lohfelder Schnatgang.
"Bürger gestalten ihr Dorf", fasst Rolf Breuker,
Schriftführer des Kulturausschusses, zusammen.
Timpen ist
plattdeutsch, es bedeutet dreieckiger Platz. Und lustig ging es dort
früher allemal zu, während man sich Geschichten erzählte
und
darauf wartete, dass die Ziegen zueinander fanden. "Da wurde
schon mal ein Klarer getrunken", sagt Ortsheimatpfleger Dr.
Gerhard Franke.
Die
erste Mahlzeit am neuen
Tisch
(Foto: M.Kliver )
Nach dem
Ersten
Weltkrieg und bis in die Mitte
des 20. Jahrhunderts stellte die selbstständige Gemeinde Lohfeld
einen Ziegenbock, der seinen Job als Reisender in Sachen
Fortpflanzung sehr ernst nahm. Wer Ziegen besaß, Nachwuchs wollte
und diesen schließlich auch bekam, musste zum Dank den
Potenzprotz
unterhalten. Reihum ging das. Auch Nammer kamen damals zum "Lustigen
Timpen", um ihre Ziegen decken zu lassen.
Ziegen
waren die
Kühe
des kleinen Mannes
Gern
hatte seinerzeit jedoch niemand einen Bock im Haus. "Das war mit
Geruchsbelästigung verbunden", erklärt Franke. Ziegen waren
weiland "die Kühe des kleines Mannes", so der Orts-,
Stadt- und Kreisheimatpfleger. "Sie dienten der Versorgung mit
Milch, Käse und Fleisch. Und sie waren ganz genügsame Tiere."
Zur
Einweihung des Platzes erklärte Franke, Lohfeld (rund 1500
Einwohner) sei "Wohndorf" geworden. Nun müsse der Gefahr
entgegengewirkt werden, dass Menschen vereinsamten. Den "Lustigen
Timpen" sieht der Heimatpfleger als Angebot zu einem Treffpunkt.
Der Kulturausschuss wirbt dafür, dass möglichst viele
Bürger sich
um die Pflege des Grundstücks kümmern. Über
Patenschaften von
Vereinen wird nachgedacht.
"Ob wir
von der
Stadt eine
Deckstation bekommen, ist noch nicht geklärt", sagt Rolf
Breuker. Wie bitte? Ach so, der Mann macht Witze. Kein Wunder, wenn
man mitten auf dem "Lustigen Timpen" steht. Das kann ja
heiter werden.